Trendstudie 2023: Die Zukunft der Marketing Automation

12.07.2023

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Bestandsaufnahme von Omnichannel-Marketing und Marketing Automation

Wo geht die Reise im Marketing in den n√§chsten Jahren hin? Inwieweit ist das Thema Data-Driven-Marketing im Alltag der Unternehmen angekommen? Und sind Fachkr√§ftemangel sowie aktuelle Krisen eher Treiber oder Bremser der weiteren Automatisierung des Marketings? Um genau diese Fragen zu beantworten, hat CINTELLIC gemeinsam mit dem Technologiepartner SAS die nachfolgende Studie zur Zukunft der Marketing Automation durchgef√ľhrt.

Uns war es wichtig herauszufinden, wo Unternehmen diesbez√ľglich heute stehen und wie die aktuellen Planungen aussehen ‚Äď konkret aus der Praxis heraus betrachtet. So viel sei vorab gesagt: Es sind spannende Erkenntnisse dabei.

Wir freuen uns √ľber Ihr Interesse an den Ergebnissen und laden Sie schon jetzt herzlich ein, dazu mit uns ins Gespr√§ch zu kommen, um auch Ihre weitere Reise im Themenfeld Marketing Automation weiter gestalten zu k√∂nnen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Executive Summary
  2. Ergebnisse: Trendstudie Omnichannel-Marketing und Marketing Automation
    2.1. Studienbeschreibung und Stichprobe
    2.2. Omnichannel-Marketing ‚Äď Aktueller Status und zuk√ľnftige Planungen
    2.3. Reifegrad und Herausforderungen beim kundenzentrierten Omnichannel-Marketing
    2.4. Data-Driven-Marketing & Marketing-Automation-Technologie: Aktueller Status & zuk√ľnftige Planungen
    2.5. Customer Data Plattform: Aktueller Status und zuk√ľnftige Planungen
    2.6. Fachkräftemangel und Krisenresilienz
  3.  Fazit

 

 1. Executive Summary

In der vorliegenden Trenstudie „Die Zukunft der Marketing Automation“ haben wir Folgendes erfragt: Wie sind die Entwicklungen rund um Omnichannel-Marketing, Technologie, Data Driven Marketing und Investitionsplanungen?

 

 

2. Ergebnisse: Trendstudie Omnichannel-Marketing und Marketing Automation

2.1. Studienbeschreibung und Stichprobe

Die Befragung richtete sich an Verantwortliche im Marketing und Vertrieb in Unternehmen mit Fokus gro√üer Mittelstand bzw. Konzern (> 400 Mio. ‚ā¨ Umsatz). Der Schwerpunkt lag dabei auf den Branchen Handel, Telekommunikation, Versicherung, Energieversorgung, Banken und Automotive.

An der Umfrage beteiligten sich 103 Unternehmen durch Ausf√ľllen eines Online-Fragebogens. Die Befragung erfolgte anonymisiert in den Monaten Januar bis M√§rz 2023. Alle Ergebnisse wurden auf ganze Prozentzahlen gerundet. Deshalb kann es unter Umst√§nden dazu kommen, dass sich die angegebenen Prozentwerte nicht auf genau 100 Prozent aufaddieren lassen. Mit 26 Teilnahmen waren die Handelsunternehmen am st√§rksten vertreten, gefolgt von Versicherungen mit 20. Die Branchen Telekommunikation, Automotive und Bank waren mit 17, 16 und 14 Teilnehmenden etwa gleich stark vertreten. Unternehmen aus der Energiebranche waren mit 10 Stimmen beteiligt.

 

Abbildung 1: Anzahl Teilnehmende nach Branchen

Die gr√∂√üte Gruppe der Befragten stellt die Leitung des Marketings (39 Befragte) bzw. der CRM-Abteilung (21) dar, gefolgt von Vertriebsleitungen (14). Auch CDO und CIO waren vertreten. Unter den Sonstigen (23) finden sich viele Leitende aus Omnichannel-Marketing- oder Marketing-Automation-Abteilungen sowie F√ľhrungskr√§fte aus den Themenfeldern MA, CRM, CX und Sales.

 

Abbildung 2: Anzahl Teilnehmende nach Positionen in Prozent

 

2.2. Omnichannel-Marketing ‚Äď Aktueller Status und zuk√ľnftige Planungen

Der erste Teil der Studie beleuchtet die aktuelle und zuk√ľnftig geplante Nutzung sowie die Wirksamkeit einzelner Vertriebs- und Marketingkan√§le. Auf die Frage nach der aktuellen Nutzung relevanter Kan√§le und Integration dieser in das Omnichannel-Marketing, gibt es ein differenziertes Bild. Digitale Kan√§le haben an Bedeutung gewonnen. Das sind vor allem die Kan√§le, in denen sich zielgenau und personalisiert agieren l√§sst. √úberraschend ist das nicht, denn es spiegelt den Digitalisierungstrend der letzten Jahre wider.

Die vier meistgenutzten Kanäle sind digitale Kanäle mit Social Media, E-Mail, Web und SEO/SEA, welche alle auch zu mindestens 50% in ein Omnichannel-Setup eingebunden sind. Diese Integration ist lediglich höher bei der Outbound-Telefonie, was sehr positiv zu bewerten ist, um eine höhere Personalisierung erzielen zu können. Ebenso bei den Messenger-Diensten. Hier ist allerdings davon auszugehen, dass ohnehin nur Unternehmen mit einem hohen Reifegrad im Omnichannel-Marketing, einen Messenger-Kanal im Einsatz haben.

Die klassischen Kan√§le mit hoher Reichweite aber geringen Personalisierungsm√∂glichkeiten nehmen an Bedeutung im Kanal-Mix ab. Ebenso ist zu erkennen, dass die befragten Unternehmen √ľber viele Kan√§le und Touchpoints agieren wollen und versuchen, diese entsprechend in die Kanalarchitektur einzubinden. Viele Kan√§le haben es jedoch noch nicht zur vollen Integration geschafft. Die Gr√ľnde liegen unter anderem in der Komplexit√§t der Touchpoints (z.B. Filiale). Hier liegen noch einige Potenziale offen.

Abbildung 3: Nutzung Marketing-/Vertriebskanäle & Omnichannel-Integration

Der Blick auf die einzelnen Branchen zeigt ebenfalls ein interessantes Bild. Besonders im Bereich Automotive, Banking und Einzelhandel liegt der Nutzungsschwerpunkt auf den digitalen Strecken. Diese sind bereits im Omnichannel-Kanal-Mix voll integriert. Im Gegensatz dazu haben eher klassische Kanäle wie Print-Anzeigen und Outbound-Telefonie bei Energieversorgern noch eine sehr hohe Relevanz im Kanal-Mix.

 


Abbildung 4: voll integrierte Kanäle je Branche (Top 3 der bedeutendsten Kanäle)

Spannend sind außerdem die Ergebnisse zur Wirksamkeit der einzelnen Kanäle. Hier zeichnet sich ein klarer Trend zu digitalen und hoch personalisierbaren Kanälen ab. So sind die drei Kanäle mit einer hohen oder eher hohen Wirksamkeit mit Social Media, Web und SEO/SEA wieder diejenigen, welche auch mit am häufigsten im Einsatz sind. Der Kanal E-Mail ist trotz hoher Nutzung und wie in Abbildung 5 zu sehen, entgegen der Ausbaupläne von der Wirksamkeit her nicht ganz so stark eingestuft worden. Dennoch gehört er auch zusammen mit einem stationären Vertrieb und Retargeting zu den vorderen Plätzen hinsichtlich der Wirksamkeit.


Abbildung 5: Einschätzung der Wirksamkeit des jeweiligen Kanals (absolute Anzahl der Befragten)

 

Deutlicher wird das Bild bei den am wenigsten wirksam eingesch√§tzten Kan√§len. Mit Print (Brief wie Anzeigen), Plakat- & Radio-Werbung sind es vor allem die wenig personalisierbaren Kan√§le. Hohe Streueffekte und hohe Kosten wirken sich hier besonders negativ auf die Wirksamkeit aus. Die Bedeutung der Kan√§le unterscheidet sich bei der Betrachtung der Antworten nach Branche. In Abbildung 6 haben wir je Branche die drei Kan√§le mit der h√∂chsten Wirksamkeit abgebildet. W√§hrend die Befragten aus Handel und Telekommunikation nur Online-Marketing-Kan√§le als die wirksamsten erfahren, spielt in den Branchen Automotive, Bank und Energieversorgung auch der Kanal √ľber Vertriebspartner eine wichtige Rolle.


Abbildung 6: Bedeutung des Kanals je Branche (Top 3 der bedeutendsten Kanäle)

Ein analoges Bild ergibt sich auch bei der Frage nach den Ausbauplänen der einzelnen Kanäle. Erneut sind es hier vor allem die Online-Marketing-Kanäle, die weiterhin ausgebaut werden. Ebenso die mobilen Kanäle wie Mobile-Marketing und Messenger-Dienste. Entsprechend der abnehmenden Bedeutung wird vor allem Print- & TV-Werbung abgebaut. Also eben die Kanäle, welche hohe laufende Kosten verursachen.


Abbildung 7: Ausbaupläne je Kanal

 

Das gewonnene Bild aus den vorigen Antworten verdichtet sich auch bei der Frage, inwiefern die Kan√§le f√ľr Personalisierungszwecke genutzt werden. So sind es die digitalen Kan√§le und diejenigen mit Direktkontakt wie Outbound-Telefonie und station√§rer Vertrieb. Hier ist eine h√∂here Ausspielung analytisch berechneter und personalisierter Angebote bereits erfolgt oder soll in Zukunft erfolgen.


Abbildung 8: Geplante Anbindung kundenindividueller Personalisierung je Kanal

 

2.3. Reifegrad und Herausforderungen beim kundenzentrierten Omnichannel-Marketing

In diesem Teil der Trendstudie standen Reifegrad und Herausforderungen beim kundenzentrierten Omnichannel-Marketing im Mittelpunkt. Etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (54%) nutzt im Omnichannel-Marketing eine Kontaktstrategie. Knapp ein Viertel (23%) besitzt eine solche nicht.


Abbildung 9: Gibt es im Omnichannel-Marketing eine definierte Ansprache-/Kontaktstrategie?

Von den 54% Ja-Antworten sehen wir, dass Unternehmen mit einer solchen Strategie √ľberwiegend ganzheitlich denken. Insbesondere √ľber alle Kan√§le (78% der Unternehmen mit Kontaktstrategie) und √ľber den gesamten Customer Lifecycle (65%), was durchaus von einem h√∂heren Reifegrad zeugt. Dennoch hat die organisatorische Verankerung, sprich eine bereichs√ľbergreifende Steuerung der Kontaktstrategie, noch Ausbaupotenzial in den Unternehmen.


Abbildung 10: Ausrichtung der Ansprache-/Kontaktstrategie

Die Steuerung von Kundenerlebnissen anhand klar definierter Customer Journeys etabliert sich zunehmend in den Unternehmen. 59% der befragten Unternehmen arbeiten mit einer solchen Vorgehensweise und best√§tigen ihre Wirksamkeit. Bei 54% der Ja-Antworten haben die Customer Journeys positiven Einfluss auf den Umsatz. Lediglich 7% der Teilnehmenden k√∂nnen keine Umsatzsteigerung durch vordefinierte Customer Journeys erkennen. 39% k√∂nnen dies nicht beziffern. Das passt zum Bild, dass in der bereichs√ľbergreifenden Steuerung noch Potenziale liegen.


Abbildung 11-12: Einsatz von klar vordefinierten Customer Journeys_Umsatzsteigerung

Hierbei ist noch einmal eine Differenzierung nach Branchen spannend. Während in der Automobilbranche 94% der Befragten sagten, dass bei Ihnen vordefinierte Customer Journeys im Einsatz sind, sehen nur 20% eine Umsatzsteigerung durch diese. Im Gegenteil dazu kommen bei nur 35% der Banken Customer Journeys zum Einsatz, von diesen sehen aber 75% eine Steigerung der Umsätze durch dessen Nutzung. Die meiste Durchdringung hat die Telekommunikationsbranche, bei der sowohl eine hohe Nutzungsrate als auch eine hohe Wirkungsrate zu verzeichnen ist.


Abbildung 13: Einsatz und Nutzen von Customer Journeys nach Branche

Was sind nun die größten Herausforderungen im Omnichannel-Marketing?

Die ‚ÄěTop 3‚Äú sind nach Angabe der Umfrageteilnehmenden:

  1. Aufbrechen von Datensilos
  2. Ableiten der richtigen Erkenntnisse aus vorhandenen Daten
  3. Implementieren und Anpassen des Marketing Automation-Systems

Wir erkennen, dass an dieser Stelle weniger die fachliche Ausrichtung im Sinne der Personalisierung bzw. Customer Experience als Hindernis gesehen wird, sondern vor allem die technischen Grundlagen rund um eine konsistente Datengrundlage und analytische Nutzung dieser Daten sowie ein voll funktionales Marketing-Automation-System.

 

2.4. Data-Driven-Marketing & Marketing-Automation-Technologie: Aktueller Status & zuk√ľnftige Planungen

Beim Data-Driven-Marketing geht es darum, große Datenmengen zum Nutzungs- und Kundenverhalten zu sammeln, analysieren und nutzen, um so laufende Marketinginhalte immer wieder zu optimieren. Unter dieser Vorgabe bewerteten die befragten Unternehmen das Thema Data-Driven-Marketing in ihrem Umfeld.

64% der Teilnehmenden messen dem Thema eine sehr große bzw. große Rolle bei. Dies zeigt, dass das Thema ein wirklich entscheidendes ist, mit dem sich immerhin zwei Drittel der befragten Unternehmen auseinandersetzen.


Abbildung 14: Antworten auf die Frage, nach der Bedeutung von Data-Driven-Marketing im Unternehmen.

Eine orchestrierende Marketing-Automation-Lösung wird in 53% der teilnehmenden Unternehmen bereits eingesetzt, in 47% ist dies (noch) nicht der Fall. Getrennt nach Branchen lässt sich erkennen, dass Banken und Telekommunikation bereits sehr gut aufgestellt sind. Lediglich im Bereich der Energieversorger ist noch deutlicher Handlungsbedarf sichtbar.

Abbildung 15: Bisheriger Einsatz einer Marketing Automation Lösung nach Branchen.

√úbergreifend ist die Tendenz erkennbar, dass Unternehmen bei Marketing-Automation-Technologien auf Drittanbieter setzen, um schnelle Entwicklungsschritte und Innovationssch√ľbe aus den Entwicklungskomponenten der Software-Anbieter mitnehmen zu k√∂nnen.

 


Abbildung 16: Herkunft Marketing Automation

Die am häufigsten von der eingesetzten Marketing Automation-Lösung abgedeckten Bereiche sind die Customer Journey-Planung (75%), gefolgt vom Optimieren der Customer Experience sowie dem Einsatz von Analytics & KI-Modellen mit jeweils 67%.


Abbildung 17: Antwort auf die Frage, welche Bereiche werden durch das Marketing Automation-System abgedeckt. (Mehrfachnennung möglich)

 

Erg√§nzend dazu haben wir die Unternehmen, welche noch kein Marketing-Automation-System einsetzen, nach den Gr√ľnden hierzu gefragt. Hier ist Haupttreiber ein Mangel an personellen Ressourcen (71%). H√∂her bewertet als fehlendes Budget (42%) und fehlendes Know-how (21%) wurde aber auch, dass andere Priorit√§ten (60%) dazu f√ľhren, dass derzeit gar kein Marketing-Automation-System in Planung ist.


Abbildung 18: Antwort auf die Frage, warum derzeit noch kein Marketing Automation-System im Einsatz ist. (Mehrfachnennung möglich)

Genau danach befragt, gaben 52% der Teilnehmenden an, die noch kein Marketing-Automation-System nutzen, dass es geplant sei, ein solches einzuf√ľhren. Nur 10% gaben an, dass dies nicht geplant ist, w√§hrend 38% keine Auskunft √ľber die Planungen geben konnten. Von den 52% der Unternehmen, die ein Marketing-Automation-System in Planung haben, kommen 86% aus dem Einzelhandel und 75% aus dem Bankensektor. Das kann vor allem darin begr√ľndet liegen, dass Banken und Einzelh√§ndler einem starken Kampf um die Loyalit√§t der Kund:innen ausgesetzt sind und aktiv werden m√ľssen. Letzteres zum Beispiel durch eine Aktivierung und personalisierte Kommunikation.

 

2.5. Customer Data Plattform: Aktueller Status und zuk√ľnftige Planungen

Eine Customer Data Plattform (CDP) ist eine Software, die eine konsequente, einheitliche Aufzeichnung aller Kundendaten erm√∂glicht. Daten werden aus verschiedenen Quellen und Systemen sinnvoll miteinander verkn√ľpft und in Echtzeit zu individuellen Kundenprofilen zusammengefasst. Marketer bekommen so leicht zug√§nglich einen vollst√§ndigen √úberblick √ľber alle Interaktionen der Kunden und der Customer Journeys ihres Unternehmens. So k√∂nnen sie Kundensegmentierungen, Kampagnenautomatisierungen und personalisierte Kundenansprachen realisieren.

Unabhängig von dieser Definition gaben 58% der Teilnehmenden an, den Begriff der Customer Data Plattform bereits zu kennen. Immerhin 42% war der Begriff CDP noch nicht geläufig.
So gaben auch nur 32% an, dass bereits eine CDP im Unternehmen eingesetzt wird. Dabei sind die Banken mit 65% der Teilnehmenden die klaren Vorreiter.

 


Abbildung 19: Bisheriger Einsatz einer CDP nach Branchen

 

Von diesen Teilnehmenden wollten wir wissen, welche CDP-Typen vorherrschen, wobei wir folgende Typen-Definition mitgegeben haben:

Daten-CDP

Diese Systeme sammeln Kundendaten aus Quellsystemen, verkn√ľpfen Daten mit Kundenidentit√§ten und speichern die Ergebnisse in einer Datenbank, welche f√ľr externe Systeme zug√§nglich sind.

Analyse-CDP

Diese Systeme bieten Datenerfassung und analytische Anwendungen. Solche Anwendungen umfassen immer die Kundensegmentierung und reichen manchmal bis zu maschinellem Lernen, prädiktiver Modellierung, Umsatzzuteilung und Journey Mapping.

Kampagnen-CDP

Diese Systeme bieten Datenerfassung, Analytik und Kundenpflege. Was sie von der reinen Segmentierung unterscheidet, ist, dass sie unterschiedliche Ma√ünahmen f√ľr verschiedene Personen innerhalb eines Segments festlegen k√∂nnen.

Delivery-CDP

Diese Systeme bieten Datenerfassung, Analyse, Kundenpflege und Nachrichten√ľbermittlung. Die Zustellung kann √ľber E-Mail, Webseite, mobile Anwendungen, CRM, Werbung oder mehrere dieser Kan√§le erfolgen. Produkte in dieser Kategorie waren urspr√ľnglich reine √úbermittlungssysteme und wurden sp√§ter um CDP-Funktionen erweitert.

 

 

Hier erkennen wir einen klaren Fokus auf die Zusammenf√ľhrung aktueller Daten, welche mit 61% den gr√∂√üten Einsatzzweck ausmachen. Gefolgt von der Nutzung als Kampagnen-CDP.

 


Abbildung 20: Antwort auf die Frage, nach den CDP-Typen, die bei Unternehmen im Einsatz sind, welche eine CDP betreiben.

 

Knapp die H√§lfte der befragten Unternehmen, die bereits eine Customer Data Plattform einsetzen, hat diese selbst entwickelt. Hier scheinen sich die Vorteile der Drittanbieter noch nicht durchgesetzt zu haben. Fast die H√§lfte der Befragten (48%) kann keine Angabe zur Herkunft ihrer CDP machen. Vermutlich getrieben durch das best√§ndige Thema von mangelnder abteilungs√ľbergreifender Transparenz in Prozessen und Datenmanagement.


Abbildung 21: Antwort auf die Frage, nach der Herkunft der eingesetzten CDP.

 

Auch beim Thema CDP haben wir nach den Gr√ľnden bei denjenigen gefragt, bei denen aktuell keine CDP im Einsatz ist. Hier erkennen wir leicht andere Tendenzen als beim Thema Marketing Automation. Denn Hauptgrund sind mit 67% andere Priorit√§ten. Ein Zeichen, dass entweder andere grundlegendere Themen zuvor erledigt werden m√ľssen oder dass das Thema CDP noch keine Wirkungserwartung besitzt. Auch hier werden nachfolgend vor allem fehlende Personalressourcen, Budget und Know-how als weitere Gr√ľnde genannt.


Abbildung 22: Gr√ľnde, warum aktuell keine CDP im Einsatz ist. (Mehrfachnennung m√∂glich)

 

2.6. Fachkräftemangel und Krisenresilienz

Gefragt nach den Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Situation des Unternehmens auf die Investitionen im Bereich Marketing Automation, ergibt sich ein spannendes Bild.

36% der Befragten erkl√§ren, dass die Investitionen im Bereich Marketing Automation erh√∂ht werden. Bei 41% bleibt das Invesitionsvolumen gleich. 23% werden die Investitionen in diesem Bereich dagegen zur√ľckfahren. Wir sehen, dass es Unternehmen gibt, die eher ausgebremst werden. Zeitgleich gibt es Unternehmen, die aus den N√∂ten eine Tugend machen.


Abbildung 23: Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Situation auf die Investitionen im Bereich Marketing Automation.

Solche Unternehmen investieren in Marketing Automation, um durch diese Ma√ünahme von einer Umsatz- sowie einer Effizienzsteigerung profitieren zu wollen. Daher wollten wir wissen, wie es um die Auswirkungen des Fachkr√§ftemangels und der Krisenresilienz in den Unternehmen steht. Erkennbar ist, dass Personalmangel gleichzeitig auch Brandbeschleuniger f√ľr Automatisierungen in den Unternehmen ist.


Abbildung 24: Auswirkungen des Fachkräftemangels auf die Themen Omnichannel-Marketing und Marketing Automation (Mehrfachnennung möglich)

Allerdings ist hier die Streuung innerhalb der teilgenommenen Branchen besonders gro√ü. W√§hrend vor allem der Handel und die Automobilbranche √ľber fehlendes Personal zur Umsetzung der Projekte berichten, gibt der Gro√üteil der Befragten aus Banken, Telekommunikation und Energieversorgung an, keine Auswirkungen zu sp√ľren. Interessant ist auch, dass in der Telekommunikation mit 38% der h√∂chste Anteil zu verzeichnen ist, welcher den Fachkr√§ftemangel als Treiber der Automatisierung erkennt.


Abbildung 25: Auswirkungen des Fachkräftemangels je Branche

Abschlie√üend haben wir nach der Krisenresilienz der Unternehmen gefragt. Hier ist das erfreuliche Bild, dass 95% der Teilnehmenden ihr Unternehmen als sehr gut (29%) oder gut (66%) daf√ľr gewappnet sehen, Krisen im Markt zu meistern. Und nur 5% sch√§tzen ihr Unternehmen als eher schlecht gewappnet ein.

 

3. Fazit

In Summe zeigen die Ergebnisse der Befragung eines: Die vollständige Integration aller Vertriebs- und Marketingkanäle zu einem Omnichannel-Marketing, das Thema der Marketing Automation, sowie die Customer Data Plattform sind bei den Studienteilnehmern kein Randthema mehr. Über verschiedene Branchen, Hierarchien und Abteilungen hinweg, werden diese Themen sehr hoch eingestuft und als wichtiger Baustein gesehen, um sich im Marketing und somit im Wettbewerb zu etablieren.

Der Grundpfeiler f√ľr die Personalisierung und somit die Fokussierung auf den Kunden, zeichnet sich in der zuk√ľnftigen ‚Äědigitalen‚Äú Ausrichtung der Unternehmen ab.

Branchen√ľbergreifend kann aus den Umfrageergebnissen Folgendes abgeleitet werden: Die strategische Sicht in der Anbindung, dem Ausbau sowie der vollst√§ndigen Integration von Vertriebs- und Marketingkan√§len bewegt sich weg von klassischen Kan√§len. Das hei√üt: Von Print-Marketing oder Print-Anzeigen in Richtung hochpersonalisierter, digitaler Vertriebskan√§le wie Online/E-Commerce (Webseite), Social Media oder Online-Anzeigen (Retargeting/Affiliate).

Aufbauend zur Digitalisierung ihres Unternehmens und des kundenzentrierten Omnichannel-Marketings, sehen die Studienteilnehmer:innen ebenfalls einen Handlungsbedarf in den Themen Marketing-Automation und Customer Data Plattform. Viele Unternehmen erkennen nach und nach die Wichtigkeit einer homogenen Systemlandschaft und welchen Nutzen sie aus den vorhandenen Daten ziehen k√∂nnen. Allerdings stehen sie vor vielen H√ľrden, welche sich prozessual, technisch, personell oder aus historischen Gr√ľnden abzeichnen. Erkenntnisse aus anderen Studien sind deckungsgleich mit den Einsch√§tzungen der Studienteilnehmer und zeigen √§hnliche H√ľrden, wie beispielsweise fehlendes Personal, Aufbrechen von Silos oder fehlendes Budget. Alles Gr√ľnde, warum die Kundenzentrierung in den jeweiligen Unternehmen noch nicht so weit vorangeschritten ist.

Eine grunds√§tzliche L√∂sung der Probleme, um ein vollumf√§ngliches Data-Driven-Marketing zu nutzen, kann nicht durch eine Einf√ľhrung eines einzelnen Tools oder durch eine Umstrukturierung des Unternehmens geschaffen werden. Durch eine Implementierung einer Marketing-Automation-L√∂sung oder einer Customer Data Plattform kann bereits ein richtiger Schritt gegangen werden. Jedoch funktioniert eine Marketing-Automation-L√∂sung nur so gut, wie die Daten in einer prozessual und technisch abgestimmten Systemlandschaft vorhanden sind. Im besten Falle sind die Kundendaten vollst√§ndig in einer Customer Data Plattform abgelegt und die Marketing-Automation-Umgebung mit einem vollst√§ndig integrierten Omnichannel-Kanal-Mix verbunden.

√úber dieses Zielbild lassen sich einfach und strukturiert gro√üe Datenmengen sammeln, die im Unternehmen helfen, wichtige Erkenntnisse √ľber den Kundenkreis zu gewinnen. Wenn die Aspekte aus der Befragung gewissenhaft in eine System- und Prozesslandschaft √ľbernommen werden, kann die IT in Form einer Datenstrategie und der Vertrieb unter Ber√ľcksichtigung des ‚ÄěFokus Kund:innen‚Äú wertvolle Erkenntnisse sammeln und somit den Unternehmenserfolg steigern.

Um zu diesem Zielbild zu gelangen, ist ein externer Blick nicht zu vernachl√§ssigen. Eine externe Beratung ist genau daf√ľr da, die Probleme zu erkennen und L√∂sungswege aufzuzeigen. Mit externer Unterst√ľtzung kann beispielweise dem Fachkr√§ftemangel entgegengewirkt werden, durch eine Toolauswahl die richtige Marketing-Automation-L√∂sung gefunden werden,
die Prozesse & Altlasten eines Unternehmens neu aufgesetzt bzw. abgeschnitten und optimiert werden.

Letztendlich hilft eine externe Beratung dabei, √ľber den Tellerrand zu blicken und die notwendigen Best Practices aus Tool-L√∂sungen und Branchen in das Unternehmen zu bringen, um somit aktiv an dem Zielbild zu arbeiten.

 

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Mit mehr als 13 Jahren Erfahrung im digitalen Kundenmanagement z√§hlt CINTELLIC zu den f√ľhrenden Unternehmensberatungen f√ľr Marketing Automation, CDP und Data Driven Marketing.

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Gespr√§chstermin mit unseren Marketing Automation Experten und erfahren Sie mehr √ľber M√∂glichkeiten und Potenziale.

 

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