Customer Journeys erfolgreich verstehen, abbilden und gestalten

09.07.2021

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Mit Customer Journey Mapping und Design den Kunden langfristig binden

Kunden kommen heutzutage durch eine Vielzahl verschiedener Touchpoints mit diversen Produkten, Marken und Unternehmen in Kontakt. Um Kundinnen und Kunden langfristig an das eigene Unternehmen zu binden, ist es wichtig, den Weg des Kunden entlang der Touchpoints ‚Äď die Customer Journey ‚Äď zu verstehen, abzubilden und bewusst zu gestalten.

Lesen Sie hier, was die Customer Journey ist, wie sie visualisiert werden kann und mit welchen Best Practice Journeys Sie den Kunden gezielt lenken und binden.

 

Die Relevanz der Customer Journey

Den Kunden zum richtigen Zeitpunkt passenden Inhalten zu erreichen und dadurch die Kaufentscheidung zielgerichtet zu beeinflussen, ist sicherlich eines der wichtigsten Marketingziele. Um dieses Ziel erreichen zu k√∂nnen, wird es f√ľr Unternehmen zunehmend wichtiger, das immer komplexer werdende Kundenverhalten entlang der verschiedenen Touchpoints zu verstehen.
Kunden kommen heutzutage auf unterschiedlichste Weise mit Produkten, Marken und Unternehmen in Kontakt. Diese Kontakte können vermeintlich zufällig sein, vom Kunden selbst ausgehen, aber auch durch das Unternehmen bewusst gesteuert werden.
Um diese Kontakte zielgerichtet zu steuern, gilt es die Customer Journey zu verstehen, abzubilden und zu gestalten. So können letztlich potenzielle Kunden in loyale Bestandskunden transformiert werden.

Was versteht man unter einer Customer Journey?

Die Customer Journey beschreibt den Weg des Kunden entlang verschiedener Touchpoints, an denen dieser mit einem Produkt, einer Marke oder einem Unternehmen in Ber√ľhrung kommt. An den verschiedenen Touchpoints k√∂nnen gew√ľnschte Zielhandlungen durch das Unternehmen festgelegt werden, die der Kunde vornehmen soll. Je nach Fokussierung kann es sich dabei beispielsweise um den Eintritt in eine Informationsbeziehung √ľber einen Newsletter, eine forcierte Kaufhandlung im Online-Shop oder auch Kundenweiterempfehlungsinitiativen √ľber soziale Medien handeln.
Insgesamt umfasst die gesamte Customer Journey verschiedene Phasen, die vor, w√§hrend und nach dem eigentlichen Produktkauf liegen. Eine Journey kann sich dabei √ľber wenige Stunden, Tage oder den gesamten Kundenlebenszyklus erstrecken.

 

Die Phasen der Customer Journey

Obwohl die Customer Journey eines einzelnen Kunden stets individuell verläuft, lässt sich eine generelle Phasierung schematisch darstellen. Wie schnell diese Phasen durchlaufen werden, ist variabel und die Wahrscheinlichkeit des erfolgreichen Erreichens der Folgephase hängt von der Qualität der Ausgestaltung der Touchpoints innerhalb der einzelnen Phasen ab.
Jede Phase der Customer Journey kann dabei aus einer Vielzahl verschiedener Touchpoints bestehen, √ľber die der Kunde mit dem Unternehmen in Ber√ľhrung kommt. Die einzelnen Phasen und darin typischer Weise enthaltene Touchpoints werden nachfolgend detailliert beschrieben.

Awareness Phase

Die Awareness Phase stellt den Beginn einer Customer Journey dar, in der sich ein potenzieller Kunde eines bestimmten Bedarfs bewusst wird und beginnt Informationen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung zu sammeln. H√§ufig passiert dies √ľber Print-, Radio-, TV- oder Internetwerbung. Aber auch pers√∂nliche Kundenempfehlungen und Social Media sind hier h√§ufige Touchpoints. Das Ziel dieser Phase ist, dass sich das Produkt, die Marke oder das Unternehmen im Ged√§chtnis des Kunden verankert, sodass dieser es in den Entscheidungen innerhalb der n√§chsten Phasen ber√ľcksichtigt.

Consideration Phase

W√§hrend der Kunde in der Awareness Phase einen ersten Eindruck zum Produkt oder zur Dienstleistung gewonnen hat, wird sein Wissen in der Consideration Phase vertieft, indem er weiterf√ľhrende Informationen sammelt. H√§ufig nutzen Kunden hierf√ľr Webportale, Rezensionen und Newsletter. Jedoch auch klassische Telefon- und Vor-Ort-Beratung sind geeignete Touchpoints um potenzielle Kunden mit produkt- oder dienstleistungsbezogenen Informationen zu erreichen. Ist der Kunde dem Unternehmen bekannt (z.B. √ľber eine Newsletter-Anmeldung), kann das Unternehmen in dieser Phase bereits kundenspezifisch agieren und z.B. auf Basis vergangenen Kundenverhaltens (z.B. Klickverhalten) passende Informationen zum richtigen Zeitpunkt zuspielen, um die Kaufwahrscheinlichkeit nachhaltig zu steigern.

Conversion Phase

In der Conversion Phase kommt es schlie√ülich zum Kauf. Hierbei ist es wichtig, die Kaufhandlung so einfach wie m√∂glich zu gestalten. Je komplexer und zeitaufw√§ndiger sich der Kauf gestaltet, desto gr√∂√üer ist die Gefahr, dass der Kunde doch noch von seiner Entscheidung abr√ľckt und sich gegen das Produkt oder f√ľr einen anderen Anbieter entscheidet. So sollte bei einem Online-Kauf von einer zu gro√üen Zahl an Klicks und Schritten abgesehen werden, damit die Kaufentscheidung nicht widerrufen wird. Aber auch im traditionellen Ladengesch√§ft sollten Kaufprozesse so einfach wie m√∂glich gestaltet sein, z.B. durch Vermeidung langer Wartzeiten im Kassenbereich.

Retention Phase

Ist der erste Kauf erfolgreich abgeschlossen, gilt es, die Kundenbeziehung zu pflegen und den K√§ufer in der Retention Phase zu einem Stammkunden zu machen. Je positiver die Erfahrungen der ersten Phasen mit einem Unternehmen ist, desto erfolgreicher kann darauf aufgebaut werden. So ist es m√∂glich, die Vertrauensbasis durch einen Kundenservice auszubauen, √ľber den sich der Kunde bei Fragen und potenziellen Problemen gut versorgt f√ľhlt. Zugleich sorgen personalisierte Werbung und Newsletter f√ľr eine bleibende Pr√§senz des Unternehmens im Ged√§chtnis des Kunden.

Advocacy Phase

Pers√∂nliche Kaufempfehlungen sind effektive und kostenlose Werbung f√ľr das Unternehmen. Daher gilt es in der Advocacy Phase den Kunden zu einem Markenbotschafter hin zu entwickeln, der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens an Familie, Freunde und Bekannte weiterempfiehlt, wodurch neue Kunden generiert werden. Einen besonderen Stellenwert k√∂nnen dabei Online-Produktrezensionen haben. Wenn ein K√§ufer glaubw√ľrdig ein Produkt und dessen Kauf bewertet, ist dies oft eine vertrauensvolle Informationsquelle f√ľr potenzielle Neukunden. Indem die entsprechenden Plattformen durch das Unternehmen bereitgestellt und gepflegt werden, k√∂nnen Bestandskunden einfach als Markenbotschafter agieren.

 

Auch wenn die oben beschriebenen Phasen das Bild eines linearen Prozesses erwecken m√∂gen, ist die Customer Journey vielmehr als ein fortlaufender Kreislauf zu verstehen. Sobald der Kunde erstmals mit einem Produkt oder einer Dienstleistung in Ber√ľhrung getreten ist, pr√§gen die gesammelten Erfahrungen (Customer Experience) alle zuk√ľnftigen Entscheidungen entlang der Customer Journey. Durch die gro√üe Angebots- und Informationsvielfalt, die durch das Internet f√ľr jeden Kunden leicht zug√§nglich ist, zeigen viele Kunden h√§ufig eine geringere Bindung an Marken als fr√ľher. Gerade deshalb ist die Nachkaufphase von zentraler Bedeutung, um Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Ziel des Unternehmens sollte es daher sein, den Kunden ausgehend von der Conversion Phase in die Retention und Advocacy Phase zu bringen, um ihn von dort aus durch einen Kreislauf immer wieder aufs Neue in die Conversion Phase f√ľr weitere K√§ufe zu leiten.

 

Customer Journey Mapping: Vorgehen zum Abbilden einer Customer Journey

Damit Unternehmen die Customer Journey ihrer Kunden bestm√∂glich nachvollziehen k√∂nnen, gilt es die Kundenreise in einer Customer Journey Map einfach und verst√§ndlich abzubilden. Hierf√ľr sollten nachfolgende Schritte durchlaufen werden.

Zielgruppe definieren

Da Customer Journeys individuell sind, sollten verschiedene Zielgruppen definiert werden, f√ľr die unterschiedliche Customer Journeys abgebildet werden. Die Beschreibung der Zielgruppen anhand zentraler Eigenschaften kann dabei mit Hilfe von Steckbriefen erfolgen, die in sogenannten Personas festgehalten werden. Diese Personas enthalten alle relevanten Informationen zu einem typischen Kunden, wie z.B. das Alter, den Beruf, Hobbies, aber auch Erwartungen, Bed√ľrfnisse und h√§ufig genutzte Touchpoints.

Touchpoints identifizieren & Customer Experience messen

Sind die Zielgruppen bekannt, gilt es die Touchpoints zu ermitteln, welche diese Kundengruppen h√§ufig benutzen. Um einen √úberblick √ľber die Touchpoints und ihre Reihenfolge zu bekommen, eigen sich zun√§chst interne Daten in einem ersten Schritt besonders gut, da diese dem Unternehmen bereits zur Verf√ľgung stehen. Hier k√∂nnen interne Dokumentationen, Interviews mit Touchpoint Verantwortlichen und Online-Tracking Daten genutzt werden. Um jedoch auch die Kundenperspektive bei der Touchpoint Identifikation zu ber√ľcksichtigen, bietet es sich in einem zweiten Schritt an, den Kunden direkt zu befragen (z.B. durch Tiefeninterviews, Fokusgruppen oder Online-Befragungen). Durch Ber√ľcksichtigung der Perspektive des Kunden wird verhindert, dass f√ľr Kunden relevante Touchpoints, die gegebenenfalls nicht aus den internen Unternehmensdaten hervorgehen, √ľbersehen werden. Zudem kann die Customer Experience an den einzelnen Touchpoints direkt erfragt werden und damit eine Bewertung der Touchpoints unmittelbar ber√ľcksichtigt werden.

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