Wirksamkeit und Wachstum – Dr. Jörg Reinnarth im Interview

30.04.2018

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Consulting.de, das Portal für Unternehmensberatung und Partner des Great Place to Work-Awards, hat unseren Geschäftsführer Dr. Jörg Reinnarth interviewt. In der Serie „Interviews mit GPTW-Gewinnern“ erklärt dieser im Gespräch, was horizontale und vertikale Beförderungen sind, wie der Austausch im Team funktioniert und was alles passiert, bevor neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Kunden losgelassen werden.

Wirksamkeit und Wachstum

CONSULTING.de: Herr Dr. Reinnarth, beim digitalen Blättern auf Ihren Karriereseiten bin ich unter anderem bei dem Punkt Beförderung und Karriere hängengeblieben. Dort steht, dass Beförderungen nach dem vertikalen und nach dem horizontalen Prinzip möglich sind, was heißt das?

Dr. Reinnarth: Unser Firmenmotto lautet: „Wirksamkeit und Wachstum“. Wir wollen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln und in und mit neuen Aufgaben zu wachsen. Vertikales Wachstum sind klassische Beförderungen, in denen die Verantwortung innerhalb der Rolle größer wird. Ein Manager – also eine Führungskraft – wird dann z.B. Senior Manager und führt dann selbst Führungskräfte. Horizontales Wachstum bedeutet, dass sich die Mitarbeiter ihre Rolle, und damit das Aufgabenspektrum innerhalb unserer Strategie, aussuchen können. Ein Business Manager kann z.B. in die Rolle des Portfolio-Managers wechseln. Anstatt für Umsatz und Mitarbeiterwachstum verantwortlich zu sein entwickelt er nun fachlich mit seinem Team Themen und unser Leistungsportfolio. Die Verantwortung ist die gleiche, aber die Aufgaben und Inhalte sind andere. Dies erlaubt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihre Rolle und Aufgaben nach ihren Interessen und Stärken anzupassen.

CONSULTING.de: Der Know-how-Transfer funktioniere, lese ich weiter, unter anderem über Office Days und All Hand Calls, klären Sie mich bitte auf.

Reinnarth: Da wir Projekte europaweit durchführen und wir zusätzlich Home Office anbieten, sind unsere Berater nicht immer im Headoffice. Um sich dennoch mit Kollegen auszutauschen und von der Expertise unseres Teams zu profitieren, haben wir verschiedene Termine und Runden, in denen wir unsere Mitarbeiter vernetzen und Know-how austauschen. An den Office Days kommen alle Mitarbeiter physisch zusammen und können direkt übergreifend an Kundenthemen oder internen CINTELLIC-Themen arbeiten. Auf der anderen Seite finden Calls virtuell statt, manchmal firmenübergreifend oder nur in den Fach- oder Branchen-Teams. So stellen wir sicher, dass alle Mitarbeiter stets wissen, wo sie Know How finden und wen sie ansprechen können.

CONSULTING.de: Ab wann werde ich als neuer Mitarbeiter bei Cintellic auf leibhaftige Kunden losgelassen?

Reinnarth: Typischerweise nach der 4. Woche. In den ersten Wochen haben wir unsere Einführungs- und Ausbildungswochen. Hier lernen neue Kollegen unsere Vorgehensmodelle und viele interne Themen kennen. Anschließend geht es zügig mit einer/m Senior Kolleg/in auf ein Projekt, um dort direkt beim Klienten zu arbeiten. Wir haben dabei eine andere Philosophie, als die großen Beratungen, in denen Juniors auch gerne mal zwei Jahre lang keinen direkten Kundenkontakt haben. Bei uns ist der Junior sofort beim Kunden mit dabei und darf auch eigene Inhalte präsentieren. Wir sehen dadurch eine deutlich höhere Motivation und eine schnellere Lernkurve, wenn wir für die Präsentation eigener Ergebnisse verantwortlich ist und auch sehen, was dem Kunden wichtig ist und was nicht.

CONSULTING.de: Ihr Haus ist auf das digitale Kundenmanagement spezialisiert, welche Fähigkeiten muss ein Bewerber mitbringen, vor allem digitale?

Reinnarth: „Interesse an neuen Themen“ und „zielorientiertes Arbeiten“ sind die beiden Schlüsselkompetenzen. Dadurch, dass wir sehr viele innovative Projekte begleiten – was bei Digitalisierungsprojekten „normal“ ist, insofern es sich fast immer um komplett neue Themen handelt, hat man auch als Berater immer selbst eine Lernkurve. Ich muss in der Lage sein, Wissenslücken möglichst schnell zu schließen, und darf dabei das Ziel nicht aus den Augen verlieren und muss für den Kunden pragmatische Lösungen entwickeln, die die Ergebnisse nachher auch erreichen.

CONSULTING.de: Vielen Dank!

Das Interview führte Tilman Strobel und ist hier auf Consulting.de abrufbar

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